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Wege im Kirchspiel Rahlstedt
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Grabhügelketten in Nordstormarn (in Vorbereitung)

PDF-Artikel aus Rahlstedt-Jahrbüchern

Archäologie und alte Wege  Gletscher vor Rahlstedts Toren  Franzosen -und Russenzeit 

Turmhügel (Motte) in Steinhorst

Turmhügelburg im Gelände der Domäne Steinhorst (Foto: Jörg Langmann)


Lokale Sagen

Von den Elschen...

Kurz hinter Reinfeld hebt sich allmählich der in Richtung nach Heidekamp führende Weg, um dann jäh hinabzueilen. Ein unbedeutedner Wasserlauf fließt durch die Senke und läßt, zumal zur schönen Sommerzeit, nur spärliches Wasser durchs Ried rinnen. Im Volke hieß die anmutige Stelle schon immer der Elschengrund. Unter dem Gespensterbaum seitzen dort zur mitternächtlichen Stunde drei Elschen oder Nornen und spinnen...


Im "Neuen Hau" bei Reinfeld

Das Hünengrab im "Neuen Hau" öffnet sich zu einer bestimmten Nachtzeit in einer geheimnisvollen Weise von selbst. Gemessenen Schrittes, mit farbigen Schilden, goldschimmernden Dolchen und Streitäxten bewaffnet, gehen die Toten aus der Grabkammer hervor. Auf der nahen Waldlichtung treffen sie mit ihren Nachbarn zusammen und lassen sich schweigend in einem Ringe zur Beratung nieder. Leise murmelnd verhandlen sie über ihr schattenhaftes Dasein. Beim ersten Morgengrauen schließt der Obmann das Thing und huschend suchen alle das Grab aud, das sich dann weider wundersam zutut.
Andere wollen gesehen haben, wie auch die Geister der Angehörigen der Toten beim Grabe erscheinen und unter den Recken Speise und Trank verteilen.


Der Zauberer und seine Ziege

Bei Rethwischfeld, in der Nähe des dortigen Hünengrabes, wohnte vor langer Zeit ein Zauberer mit einer von ihm fast heilig gehaltenen Ziege. Einmal, an einem heißen Tage, kam ein Knabe aus der Nachbarschaft zu ihm und bat um etwas Milch zu trinken, da er sehr durstig sei. Der Zauberer schlug ihm die Bitte ab, da er nur Milch von der Ziege im Hause habe, die aber jetzt nicht getrunken werden dürfe. Durch langes Bitten ließ er sich aber doch bewegen und gab dem Jungen von der verbotenen Milch zu trinken, und er selbst trank auch. Bald darauf starben beide, und zwar kurz hintereinander. Im nahen Hügel wurden sie begraben. Jede Mitternacht aber leuchtet über dem Hünengrab ein heller Schein, den schon mancher mit Verwunderung beobachtet hat.


Feuerräder..

Nach Angaben des Arbeiters Lieps, Klein-Wesenberg, versammelten sich früher im Frühjahr um Johanni junge Leute auf dem Radberg an der Lübecker Grenze, um am späten Abend Feuerräder von der Höhe in die Trave rollen zu lassen - Nach E.W. Böthel ist nicht mit SIcherheit zu bestimmen, ob diese Sitte an den ehemals noch vorhandenen Grabhügel 15 gebunden ist. Wahrscheinlich handelt es sich um einen Hügel an der Gemarkungsgrenze des Ortsteiles Niendorf.


Verbotene Orte

Im Plattenbruck/Plattenbrook in Westerau wurden 1609 drei Orte genannt: Der kahle Berg, der große und der kleine verbotene Ort. "Verbotene Orte" galten als Versammlungsstätten für Geister.


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